Interview mit Tanja Lenke – Gründerin von she-preneur

Tanja Lenke ist Gründerin von she-preneur und hilft anderen Frauen dabei, ihr eigenes Business aufzubauen. Mittlerweile macht sie mit ihrem Unternehmen 6-stellige Umsätze und hat sich ein eigenes Team aufgebaut.

Tanja war auch schon als Speakerin bei unserem Online Summit 2020 mit dabei und hat dort wertvolle Tipps mit uns geteilt.

Wir freuen uns sehr, dass sie sich jetzt auch die Zeit für das Interview genommen hat. Tanja berichtet von ihren Anfängen, von Zweifeln und gibt wertvolle Tipps für Gründerinnen.


Blossy: Wie bist Du auf die Idee gekommen dein Unternehmen „she-preneur“ zu gründen? Gab es einen bestimmten Punkt, an dem Du dir dachtest „Das ist es!“?

Tanja Lenke: she-preneur ist 2015 aus meiner beruflichen Unzufriedenheit entstanden. Damals war ich als Beraterin für Marketing und Strategie unterwegs und habe Kunden betreut sich digitaler aufzustellen. Bei meiner Recherche nach Alternativen bin ich per Zufall auf die darüber gestolpert Frauen beim Businessaufbau zu beraten. An den genauen Auslöser kann ich mich nicht mehr erinnern, nur das ich eigentlich seit Beginn meiner Selbstständigkeit in 2013 schon Frauen beim Businessaufbau begleitet haben – aus Freude, Spaß und Leidenschaft. Ich erkannte erst 2 Jahre später, dass ich damit Geld verdienen kann 🙂 

Wie hast du es geschafft, she-preneur sichtbar zu machen? Wie sind deine ersten Kunden auf dich aufmerksam geworden?

Meine ersten Schritte in die Sichtbarkeit waren Interviews von selbstständigen Frauen zum Thema Gründungszuschuss. Sie haben einen Erfahrungsbericht geschrieben, den ich auf meiner Seite veröffentlicht habe. Diese wurden wiederum von den Frauen geteilt, wodurch andere auf mich aufmerksam wurden. Ich hatte außerdem eine Facebook-Gruppe, die she-preneur Community, eröffnet, die heute über 5.000 Mitglieder umfasst. Via den Blogartikel und der Facebook-Suche sind andere Frauen auf mich und she-preneur aufmerksam geworden. 

Du hast deine Umsätze in 15 Monaten von 0 auf sechsstellig gesteigert. Was ist dein Erfolgsgeheimnis?

Ich hab mich auf eine Sache fokussiert. Ich hab einen Mitgliederbereich aufgebaut, den ich immer wieder gelauncht habe. Alle paar Monate habe ich ihn gelauncht und zwischendurch immer wieder optimiert. Mit jedem Launch habe ich bessere Ergebnisse erzielt, natürlich Reichweite und Bekanntheit sowie Vertrauen aufgebaut und meine Einnahmen erhöht.

Aber nochmal zurück zum Anfang: Was waren deine ersten Schritte? Wie bist Du deinem Herzensprojekt nähergekommen? 

Durchs Umsetzen. Durch mutige Schritte, durch Entscheidungen, bei denen ich nicht wusste, wie sie ausgehen und wohin sie mich bringen. Ich habe immer gut zugehört und versucht zu verstehen, was meine Kundinnen brauchen, um mit ihrem Business vorwärts zu kommen. Ich hab mir Feedback eingeholt, verstanden, was mich ausmacht und was ich mache, das andere inspiriert und hab diese Bereiche immer weiter ausgebaut und konnte dadurch meine Zielgruppe immer besser treffen.

Gab es Herausforderungen, denen Du dich bei der Gründung deines Unternehmens stellen musstest? Wie hast Du es geschafft, diese zu bewältigen? 

Ohja, viele. Sehr viele. Immer wieder. Die größten waren die Sichtbarkeit, das Thema Verkaufen und das Thema Teamaufbau. Immer wenn ich an meine Grenzen gekommen bin, habe ich mir Unterstützung gesucht und kann das jedem nur empfehlen. 

Wie arbeitsintensiv war die erste Zeit nach der Gründung deiner Unternehmen? Hast Du Tipps dafür, wie man trotz vieler To Dos nicht den Überblick und die Motivation verliert?

Es kann immer arbeitsintensiv sein. Wichtig ist, dass wir uns auf das Wichtigste konzentrieren und vor allem auch wissen, warum wir das ganze tun. Das war und ist mein großer Antreiber beim Businessaufbau und hilft mir dabei durch Dick und Dünn mit meinem Business und meinem Team zu gehen :).

Apropos Motivation: Wie schaffst Du es, dich immer wieder zu motivieren? Wer oder was motiviert dich? Hast Du vielleicht sogar ein Idol?

Ich kann mich selbst sehr gut motivieren, weil ich weiß warum und wofür ich das tue was ich tue. Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, dass wir uns selbst motivieren können, um uns ein nachhaltig profitables und erfüllendes Business aufzubauen. 

Hast Du jemals an dir oder deiner Idee gezweifelt? Wie bist Du damit umgegangen?

An meiner Idee nicht, an mir schon 😉 Das passiert auch immer noch, die Phasen sind nur kürzer und ich weiß mittlerweile, dass es nur eine Stimme ist, der ich keine Aufmerksamkeit schenke.

Welche Tipps würdest Du jungen Gründerinnen mit auf den Weg geben?

So schnell wie möglich ins Tun zu kommen und die eigenen Angebote zu verkaufen. Je schneller wir Kund:innen finden, desto leichter können wir unser Business aufbauen. Und dazu braucht es im ersten Schritt keine Website, kein E-Mail-Marketing und auch kein fertiges Produkt 🙂 


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Gibt es etwas, das Du jetzt anders machen würdest, nachdem Du an Erfahrung dazugewonnen hast?

Definitiv, ich hätte viel eher angefangen mir Strukturen und Prozesse sowie ein Team aufzubauen. Das ist zeitintensiv, lohnt sich aber extrem! 

Wenn die Frage im Raum stehen würde: Würdest Du noch einmal gründen?

Auf jeden Fall!

Zum Abschluss: Hast du ein Lieblingsbuch? Was ist dein absolutes Must-Read für alle, die sich selbstständig machen möchten?

Eines der ersten Businessbücher, das ich gelesen haben war “Rich Dad, Poor Dad” von Robert Kiyosaki, was wir gezeigt hat, dass alles möglich ist, wenn wir daran glauben und wir das richtige Umfeld haben.  


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