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Die 5 goldenen Regeln des Netzwerkens

Netzwerken – das Unwort jedes einzelnen Jahres, als wir uns noch im Angestelltenverhältnis befanden. Es bedeutete für uns, an zahlreichen Messen, Kongressen und Abendveranstaltungen teilzunehmen, die mit mehr “alten, weißen Männern” im Schlips besucht waren, als es leckere, aber viel zu klein, Canapés auf dem Flying Buffet zu finden gab. Gezwungene Unterhaltungen, mahnende Blicke von Vorgesetzten, wenn man kurz eine Pause machte und das angespannte Gefühl in der Magengegend, wenn sich der nächste Eventtag näherte. Es war immer das Gleiche.

Geändert hat sich das schlagartig, als wir die ersten Events für unsere (damals noch nebenberufliche) Selbstständigkeit besuchten. Die Canapés wurden leckerer und die Schlipsträger wurden durch inspirierende Gründerinnen und Gründer ersetzt. Kurz: Wir liebten es. Wir liebten es sogar so sehr, dass wir beschließen, eigene Events auszurichten. Das ist kurz und knapp die Entstehungsgeschichte von Blossy Event. Darum soll es heute aber gar nicht gehen.

Wir besuchten seither viele Events und richteten einige selbst aus. In dieser Zeit konnten wir einiges lernen, was wir heute für jetzt und für später niederschreiben und dir bereitstellen werden.

1. Bereite dich auf das Event vor

Zugegeben: Hätten wir diesen Rat auf unseren beruflichen Events befolgt, wären wahrscheinlich sogar diese angenehmer gewesen. Tatsächlich ist eine gute Vorbereitung, wie so häufig, das A und O.

Bevor du das Event besuchst, solltest du dich selbstverständlich über die wesentlichen Dinge informieren: Wann findet das Event statt? Wo musst du hin? Wer wird als Speaker oder Experte anwesend sein? Welche Fragen kenne ich vielleicht heute schon und möchte ich unbedingt beantwortet haben?

Frage dich aber auch: Kann ich die Teilnehmerliste vorab einsehen? Mit wem möchte ich am Eventtag unbedingt sprechen und über welches Thema möchte ich mich mit dieser Person unterhalten? Möchte ich konkrete Fragen stellen oder geht es mir hauptsächlich darum, neue Kontakte zu knüpfen?

Tipp: Frage den Veranstalter, ob es eine Möglichkeit gibt, die Teilnehmerliste vorab einzusehen. Sollte das nicht gehen, kannst du auch auf LinkedIn, Xing oder Facebook nach dem Event suchen. Oftmals wurden hier entsprechende Veranstaltungen eingerichtet. Mit ein bisschen Glück sind die Gästelisten sichtbar und du kannst deine Gesprächspartner vorher kennenlernen. Vielleicht schickst du ihnen sogar eine kurze Nachricht vorab, dass du dich darauf freust, sie auf dem Event persönlich kennenzulernen?

2. Zeig ehrliches Interesse an deinem Gesprächspartner

Hast du vorab deine Hausaufgaben gemacht, ist es viel leichter, die richtigen Personen anzusprechen und angeregte Gespräche mit ihnen zu führen. Wenn du beim Netzwerken eher unsicher bist, dann ist es keine Schande ein paar Stichpunkte vorzubereiten und im Hinterkopf zu behalten. Das kann für den Gesprächseinstieg Smalltalk sein, sollte später aber schon tiefer in die Materie einsteigen. In der Regel ergibt sich das aber aus dem Gespräch.

Tipp: Die meisten Menschen lieben es, über sich und ihre Erfolge zu sprechen. Stelle deinem Gegenüber Fragen, höre ihm aufmerksam zu und hake nach. So ergeben sich Gespräche, die definitiv nicht an der Oberfläche bleiben. In den meisten Fällen wird dein Gegenüber auch irgendwann Fragen an dich richten und dir die Möglichkeit zum Erzählen geben.

3. Erkenne, wann es Zeit ist, ein Gespräch zu verlassen

Nichts ist schlimmer als endloser Smalltalk, weil man feststellt, dass man mit seinem Gegenüber einfach keine Gemeinsamkeiten hat. Das einzige, das schlimmer ist, als sich in so einer Situation von seinem Gesprächspartner zu trennen ist es, weitere Minuten mit jemandem zu verbringen, der für einen selbst nicht das richtige Match ist und der wahrscheinlich ähnlich empfindet.

Wenn du erkennst, dass du dich in einer solchen Situation befindest, versuche das Gespräch höflich abzurunden und schließlich zu beenden. Wünsche deinem Gegenüber noch eine schöne Zeit auf dem Event und verabschiede dich. Sollte dein Gesprächspartner gar kein Ende kennen, gibt es immer noch die Möglichkeit, dich für den Gang zur Toilette kurz zu entschuldigen. In den meisten Fällen ist der Gesprächspartner bei deiner Rückkehr in das nächste Gespräch vertieft und auch du kannst dich auf den Weg zu einer anderen Person machen.

4. Verteile wenig Visitenkarten – sammle viele

Der größte Mythos ist es wohl, dass man auf einem Event möglichst viele Visitenkarten verteilen soll. Vertriebskollegen aus unseren ehemaligen Hauptjobs versuchten sich am Ende eines Eventtages regelrecht gegenseitig zu übertrumpfen, wer noch die wenigsten Visitenkarten in der Hand hatte. Im Gespräch wurden selten mehr als zwei Sätze gesagt, bevor das erste Stück Papier über den Tisch flatterte.

Dabei macht es wenig Sinn, wenn du deine Visitenkarten nur verteilst. Die Kontrolle für einen weiterführenden Kontakt gibst du mit diesem kleinen Kärtchen nämlich direkt mit aus der Hand. Bitte deinen Gesprächspartner daher am Ende eures Gesprächs lieber um seine Visitenkarte und bewahre diese gut auf. Was du damit machen sollst? Darauf kommen wir in der fünften goldenen Regel des Netzwerkens zu sprechen.

5. Bereite das Event richtig nach

Nun hast du alle Visitenkarten eingesammelt. Was dann?

Ein paar Tage nach dem Event, wenn alle wieder zu Hause in ihrem Alltag angekommen sind, nimmst du dir die Visitenkarten her und schickst eine E-Mail (oder eine LinkedIn-Nachricht) an die Personen, mit denen du gesprochen hast und mit denen du den Kontakt halten möchtest. Sage ihnen, wie sehr du dich darüber gefreut hast, sie persönlich kennenzulernen und dass du es schön finden würdest, wenn ihr weiterhin in Kontakt bleibt. Du hast direkt eine Möglichkeit zur Zusammenarbeit im Kopf? Wunderbar – in diesem Fall kannst du direkt ein Meeting vorschlagen, um den neuen Kontakt zu vertiefen.

Das muss aber nicht sein. Behalte deine Visitenkarten im Auge. Ergibt sich so bald keine Kooperation, erinnere dich daran, die Kontakte dennoch warm zu halten, selbst wenn es nur kurze Nachrichten zum Geburtstag oder zu Weihnachten sind.

Bleib in Erinnerung – schon hat sich das Netzwerken gelohnt!

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