Titelbild_Personal Branding als Marketing-Instrument

Personal Branding – Dein wertvolles Marketing-Instrument

…denn du bist dein Business.

Zugegeben, Personal Branding ist sehr Ich-Bezogen. Es ist der Weg zur Selbstvermarktung, den du als Unternehmerin gehen oder nicht gehen kannst. Die Entscheidung liegt ganz bei dir und wird ganz nach deiner bevorzugten Markenstrategie ausfallen.

Personal Branding oder Unternehmensmarke?

Bevor wir in das Thema und in den Artikel einsteigen, solltest du dir deshalb folgende Frage beantworten: Möchtest du eine Personal Brand aufbauen, oder entscheidest du dich für eine Unternehmensmarke? Der wesentliche Unterschied ist eigentlich ganz einfach zu erklären: Bei einer Personal Brand stehst du als Person mit deinem Namen, deinem Gesicht, deinen Werten im Vordergrund. Entscheidest du dich für eine Unternehmensmarke, steht dein Business mit seinem Logo, seinen Leistungen, seiner Mission an erster Stelle der Kommunikation mit deinen Kunden und Geschäftspartnern.

Eine Personal Brand bietet sich beispielsweise für Coaches, Berater oder Freelancer an. Eine Unternehmensmarke passt dagegen sehr gut beispielsweise zu einem Online Shop, einem Food Blog oder zu einer Agentur. Letztendlich ist es aber eine persönliche Präferenz, die darüber entscheidest, welche Form der Vermarktung du für dich und dein Business wählst.

Wenn du dich für das Personal Branding entschieden hast, oder diese Strategie vielleicht sogar schon seit einiger Zeit fährst, dann lies unbedingt weiter.

Wie baue ich meine Personal Brand auf?

Du hast dich also für eine Personal Brand entschieden – super 🎉! Der wichtigste Schritt ist getan. Nun wird es aufregend: Du kannst damit beginnen, deine Personal Brand aufzubauen. Wie kannst du dieses Thema strategisch angehen?

Wenn du bereits selbstständig bist oder dich zumindest schon mit dem Aufbau eines Business beschäftigt hast, wird dir sicher das Business Model Canvas etwas sagen. Mit dem Business Model Canvas ermittelst du – wie der Name schon sagt – dein Geschäftsmodell. Ein ähnliches Prinzip gibt es auch für das Personal Branding: Dieses nennt sich Personal Branding Canvas.

Schritt 1 zu deiner Personal Brand: Wer bist du?

Wie sollte es anders sein: Du bist selbstverständlich der wichtigste Bestandteil deiner Personal Brand, denn du bist deine Personal Brand. Im ersten Schritt geht es deshalb darum, dir darüber bewusst zu werden, wer du eigentlich bist und warum du tust, was du tust.
Stelle dir an diesem Punkt deshalb folgende Fragen:

  • Wo kommst du (beruflich) her? Wie sieht dein bisheriger Werdegang aus?
  • Welchen persönlichen Weg hast du hinter dir? Welche Bereiche davon möchtest du teilen und gehören zu deiner Personal Brand?
  • Wofür brennst du? Was ist deine Leidenschaft?
  • Welche Werte hast du? Welche möchtest du persönlich und du als Unternehmerin verkörpern?
  • Welche Ziele hast du? Was ist deine große Vision?

Wenn du bereits selbstständig bist, kannst du hier auch einen Blick auf deine Positionierung werfen. Einige Fragen kannst du daraus beantworten. Beachte außerdem, dass du gerade bei einer Personal Brand zwischen persönlich und privat unterscheiden darfst. Auch wenn du selbst die Marke bist, musst du nicht alles teilen.

Schritt 2 zu deiner Personal Brand: Wer sind deine Kunden?

Ein essentieller Teil – der wichtigste Teil – deiner Marketing-Strategie sind deine Kunden. Obwohl du deine Personal Brand im ersten Schritt definierst, hängt es von deinen Kunden ab, wie sie diese wahrnehmen.

Personal Branding ist das, was andere über dich sagen, wenn du den Raum verlässt.

Das Zitat verdeutlicht, dass es nicht nur um dich geht, sondern darum, wie du als Unternehmerin und als Unternehmen auf andere Interessensgruppen (Kunden, Geschäftspartner, Lieferanten, etc.) wirkst.
Deine Personal Brand kannst du durch die Beantwortung von folgenden Fragen auf deine Kunden ausrichten:

  • Wer ist deine Zielgruppe? Wie lässt sich dein Traumkunde definieren?
  • Wie unterstützt und begeisterst du deinen Traumkunden?
  • Was war der Auslöser dafür, dich genau für deine Nische zu entscheiden und mit genau diesen Traumkunden zu arbeiten?
  • Hast du bereits eine Community? Welche Herausforderungen und welche Ziele haben sie?
  • Welchen Mehrwert bringst du deinen Traumkunden (durch Wissen, Erfahrung, etc.)?
  • Wie kannst du deinen Traumkunden zu deiner Nische inspirieren und motivieren?

Schritt 3 zu deiner Personal Brand: Was machen deine Wettbewerber?

Eine gute Wettbewerbsanalyse hat nichts mit einem direkten Vergleich zwischen dir und deinem Wettbewerb zu tun. Es ist wichtig, dass du deine Konkurrenten kennst, wahrnimmst, beobachtest und von ihnen lernst – aus positiven wie negativen Dingen. Deine Personal Brand baust du nicht rund um deinen Wettbewerb auf, aber du beachtest ihn dennoch.

Folgende Fragen können dir bei der Beobachtung und Analyse deines Wettbewerbs helfen:

  • Wer sind deine drei stärksten Mitbewerber?
  • Wie hebst du dich von ihnen ab? Was machst du anders?
  • Was ist dein USP (= Unique Selling Point; Alleinstellungsmerkmal)?
  • Läufst du Gefahr, mit deiner Positionierung kopiert zu werden? Inwiefern? Welche Bereiche machst du einzigartig und welche können deshalb nicht einfach kopiert werden?
  • Wie baust du deine Kundenbeziehungen auf (im Gegensatz zu deinem Wettbewerb)?

War’s das schon mit dem Personal Branding?

Über Personal Branding werden ganze Seminare gehalten, ganze Module an der Uni konzipiert und seitenlange Bücher geschrieben. Natürlich war es das noch nicht. Die von uns genannten Punkte werden dir aber schon gut dabei helfen, den Grundstein für deine Personal Brand zu legen. Personal Branding ist eine Form des Marketings. Geh es strategisch an, aber nimm es nicht zu ernst. Sei kreativ und hab Spaß 😊


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