Gastbeitrag: 3 Tipps, wie du authentische Texte für deine Selbstständigkeit schreibst

Social-Media-Posts, Newsletter, Blogartikel, E-Mails, Website-Texte, Angebote, … – In der Selbstständigkeit nimmt das Schreiben eine große und wichtige Rolle in unserem Alltag ein.

Doch wo wir uns wünschen, dass unsere Finger flink und freudig über die Tastatur tanzen, kommen oft am Ende nur steife Floskeln, langweilige Redewendungen und Texte heraus, die ganz und gar nicht nach uns klingen.

In diesem Blogartikel mag ich gerne einige meiner liebsten Tipps und Impulse mit dir teilen, wie du beim Schreiben in den Flow kommst und Texte mit Persönlichkeit formulierst.

Warum fällt es uns eigentlich so schwer, Texte zu schreiben?

Viele verknüpfen mit dem Schreiben unbewusst negative Erinnerungen, allen voran die Schulzeit.

Denn in der Schule haben wir unsere ersten Erfahrungen mit dem Schreiben gemacht: Wir haben gelernt, Buchstaben und ganze Sätze zu schreiben und haben unser Wissen in Klassenarbeiten schriftlich wiedergegeben. 

Wir verbinden daher das Schreiben häufig auch heute noch mit Leistungsdruck, Fehlern, Überforderung, Erwartungen, denen wir gerecht werden müssen, und einem Endprodukt, das zensiert, also bewertet wird…

Das Schöne daran ist: Wir können uns auch dafür entscheiden, positive Assoziationen zum Schreiben zu entwickeln. 

Ich persönlich mag beispielsweise den Gedanken total gerne, dass Schreiben Kunst ist – wie Malen und Singen. Und es ist doch so: Wenn mehrere Sänger über dasselbe Thema singen, gefällt es uns bei manchen total gut und bei anderen… na ja, da drehen wir lieber leiser oder schalten ganz aus. Und das ist total okay. – Genau so ist es auch beim Lesen bzw. Schreiben. 

Wie du in den Schreibflow kommst und Texte mit Persönlichkeit schreibst

1. Fokus: Verbinde dich mit den Menschen, für die du wirklich schreibst 

Hand aufs Herz: Wie oft denkst du beim Schreiben an die Menschen, die deinen Text nicht lesen sollen? 

Ganz egal, ob Ex-Partner, Freunde aus der Schulzeit, Familienmitglieder, ehemalige Chefs und Kollegen oder Person X, wenn wir darüber nachdenken, welche Meinung diese Menschen über unsere Arbeit haben könnten (könnten!), fühlen wir uns gehemmt und beginnen zu zweifeln. “Finden sie doof, was ich mache? Was ist, wenn sie meinen, ich wäre übergeschnappt? Sollte ich das vielleicht doch lieber bleiben lassen?”

Wenn du dich mal wieder dabei ertappst, stell dir lieber bewusst die Frage: Für wen schreibe ich? 

Fokussiere dich auf die Menschen, für die du deine Texte wirklich schreibst. Wen möchtest du mit deiner Botschaft erreichen? Für wen machen deine Sätze einen positiven Unterschied? Mit wem willst du zusammenarbeiten?

Es gibt ein wunderschönes Zitat von Morgan Harper Nichols, an das ich mich in solchen Momenten erinnere: “Tell the story of the mountain you climbed. Your words could become a page in someone else’s survival guide.”

Tipp: 

Stell dir beim Schreiben einen Dialog zwischen dir und deinem liebsten Kunden bzw. deiner liebsten Kundin vor. Diese Fragen helfen dir dabei:

  • Wie würdest du dieser Person bestimmte Dinge erklären? 
  • Welche Fragen könnte diese Person haben und wie würdest du darauf antworten?
  • Wie soll sich diese Person im Gespräch mit dir fühlen?
  • Was möchtest du dieser Person mitgeben? Mit welchen Gedanken soll sie aus eurem Gespräch gehen?

2. Freude: Bring Leichtigkeit rein

Von einigen Menschen, die von einem typischen Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit gewechselt sind, habe ich schon häufig gehört, dass sie anfangs dieses absurde Gefühl hatten, sie müssten weiterhin 8 Stunden pro Tag am Schreibtisch sitzen.

In deiner Selbstständigkeit hast du die Freiheit und gleichzeitig die Verantwortung, deine Arbeit und deinen Alltag so zu gestalten, wie es für dich am besten passt. Natürlich betrifft das auch das Schreiben.

Wie wäre es daher, neugierig und spielerisch verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren? Was deine Texte angeht, kannst du dich zum Beispiel Folgendes fragen: 

  • Wann schreibst du gerne?  (Inspiration: Tageszeit, mit ein bisschen Zeitdruck, wenn alle anderen Aufgaben erledigt sind, …)
  • An welchen Orten kommst du in den Flow? (Inspiration: Schreibtisch, Sofa, in der Natur, …)
  • Wie gehst du am liebsten an einen Text ran? (Inspiration: strukturiert, frei drauflos schreiben, vorab mit anderen über das Thema sprechen, …)
  • Wie kannst du dir das Schreiben noch schöner und leichter gestalten? (Inspiration: Musik, die dich in die entsprechende Stimmung bringt, Snacks und leckere Getränke bereitstellen, Puffer einplanen)

Tipp: 

Wann, wo und wie du schreibst, kann von Textart zu Textart unterschiedlich sein. Bei mir ist es beispielsweise so, dass ich Kundenprojekte immer am Schreibtisch und meinen Newsletter am liebsten auf dem Sofa schreibe.

3. Einzigartigkeit: Lerne deine eigene Schreibstimme kennen

Kennst du das, wenn du einen Text von einer bekannten Person liest und dabei ihre Stimme hörst? Oder wenn du etwas liest und direkt weißt, von wem es ist?

Diese Phänomene hängen mit unserer Schreibstimme zusammen.

Unsere Schreibstimme ist die schriftliche Ausdrucksweise unserer Persönlichkeit. Das umfasst vor allem unseren Wortschatz, den Satzbau, Rechtschreibung und Grammatik (einschließlich typischer Fehler ;)), die Lautmalerei, Tonalität, das Tempo und natürlich den Inhalt.

Um deine Schreibstimme zu erkunden, kannst du u.a. mit diesen Fragen spielen:

  • Welche Worte verwendest du häufig? 
  • Was ist typisch für deine Texte?
  • Was ist bei den Texten, die dir gut gefallen, anders als bei denen, die du nicht so magst?
  • Wie redest du in persönlichen Gesprächen? Wie unterscheidet sich das, je nachdem, mit wem du sprichst? Was magst du davon mit in dein Schreiben bringen?

Wenn du bei einem deiner Texte mal wieder ins Stolpern kommen solltest, erinnere dich daran, dass das Schreiben wie Malen oder Singen ist. Es wird Menschen geben, denen deine Texte nicht gefallen, ebenso wie es Menschen geben wird, die deine Texte lieben werden! Bleibe mit deiner Energie bei dir und zeig dich so wie du bist, denn dann ziehst du die Menschen an, die wirklich zu dir passen. 

Tpp:

Wie bei allem im Leben, bringt dich auch beim Schreiben regelmäßiges Üben und Wiederholen weiter. Daher mag ich dich einladen, nicht nur für andere zu schreiben, sondern vor allem auch für dich selbst. Schnapp dir einen Stift und dein Notizbuch/Journal und verbinde dich auf dem Papier mit deinen Gedanken, Gefühlen und Geschichten.

Und außerdem: In deinen Worten liegt ganz viel Kraft für dich

Viele sehen das Schreiben nur als Kommunikationsmittel an oder sogar als notwendiges Übel im Arbeitsalltag. Dabei steckt so so so viel mehr in unseren Worten. 

Ein paar Beispiele:

Wenn du deine Brand Story aufschreibst, hilft dir das, mehr Bewusstsein für deine eigene Geschichte zu bekommen.

Mit deinen Website-Texten gewinnst du an Klarheit, weil du überlegst, welche Infos du integrierst, wie du sie strukturierst und präsentierst.

Deine Social-Media-Posts können dir Mut und Motivation schenken, weil du dich, deinen Alltag und dein Business regelmäßig reflektierst.

Deine Blogartikel kannst du auch als wertvolles Tool ansehen, um all dein Wissen zu ordnen und verständlich zu formulieren.

Und bei E-Mails kannst du immer wieder hinterfragen, ob du beispielsweise einen Auftrag genau so durchführen möchtest oder mit diesem Kunden/Klienten/Partner zusammenarbeiten willst.

In deinen Worten liegt unglaublich viel Kraft und auf dem (digitalen) Papier kannst du sie sichtbar machen – für dich und für deine Leser! Wenn du deine Gedanken und deine Botschaft mit anderen Menschen teilst, kannst du den Tag, die Woche, den Monat, das Jahr oder sogar das ganze Leben deines Lesers verändern – verschönern. 

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Über Vanessa:

Vanessa Beyer arbeitet als selbstständige Schreib-Mentorin und Texterin bei Liebe Seele…. Sie begleitet Menschen dabei, ihre Gedanken, Gefühle und Geschichten in Worte zu fassen – sowohl im Innen als auch im Außen. Dafür bietet sie 1:1 Mentorings und einen Journaling-Mitgliederbereich an. Vanessa ist sich sicher: Du bist der Autor deines Lebens – auf dem Papier und in der Realität!

Website: https://liebeseele-impulse.de

Instagram: https://www.instagram.com/vanessa_liebeseele/

Pinterest: https://www.pinterest.de/vanessaliebeseele/ 

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