5 Dinge, die du bei der Gründung deines Unternehmens beachten solltest

„Was, nur fünf Dinge?“, fragst du dich jetzt vielleicht. Wir wollen deshalb gleich zu Beginn Licht ins Dunkel bringen: Nein, natürlich sind es nicht nur fünf Dinge. Wenn du selbst schon einmal gegründet hast oder gerade mit dem Gedanken spielst zu gründen, wirst du dir dessen bewusst sein. Wir haben uns für diesen Blogartikel fünf Dinge herausgepickt, auf die leider (!) oftmals nicht geachtet wird – das sagen unsere Gespräche mit der Blossy Community und Kontakten aus unserem Netzwerk.

Wie wir immer zu sagen pflegen: Viele Gründerinnen haben vor dir schon Fehler begangen, damit du sie nicht mehr begehen musst. Lass uns beginnen:

1. Frage nicht nur „was?“, sondern auch „warum?“ und „wie?“

Sicher ist dir der Satz „Finde dein Warum“ schon einmal begegnet. Nicht zuletzt wahrscheinlich auch auf unserem Blog. Hier kannst du den ganzen Artikel dazu noch einmal nachlesen.

Auch wenn der Satz für viele vielleicht schon abgedroschen klingt, ist seine Bedeutung für jede angehende Gründerin doch enorm wichtig. Viele Unternehmer machen den Fehler und stellen ihr Geschäftsmodell nur mit ihrem „Was“ auf. Das bedeutet, dass sie lediglich Leistungen bestimmen und anschließend Maßnahmen festlegen, wie sie diese Leistung vermarkten und ihren Kunden zugänglich machen.

Das „Warum“ setzt viel früher an und besagt, welchen Beitrag du als Gründerin für deine Kunden und vielleicht sogar für die Welt leisten möchtest. Hier fließen Dinge wie deine Vision, deine Werte und deine Geschichte mit ein. Das „Wie“ besagt anschließend, in welchen Situationen und durch welche Handlungen du dein „Warum“ umsetzen kannst.

Dein „Warum“ ist also mehr als nur ein Satz, den du im Hinterkopf hast. Es ist dein Wegweiser, deine Motivation und dein ständiger Begleiter in der Selbstständigkeit.

2. Finde eine klare Positionierung

Bevor du mit deinem Unternehmen und deinem Angebot rausgehst, solltest du einem Bereich ganz besonders viel Aufmerksamkeit widmen: Deiner Positionierung.

Zu häufig sehen wir in der Unternehmerwelt noch großartige Gründerinnen, die aber leider einen Bauchladen an verschiedenen Produkten oder Dienstleistungen anbieten, die oftmals leider nur bedingt zusammenpassen. Die Konsequenz davon: Sie verwirren ihre Kunden und der Kunde holt sich sein Produkt und seine Dienstleistung lieber wo anders.

Du willst dich nicht eingrenzen und lieber alles anbieten, damit du noch mehr Leute erreichst? Stell dir einmal folgendes vor: Du sitzt Sonntagabend auf der Couch und dein Hunger meldet sich. Du hättest wahnsinnig gerne eine leckere Pizza. Bei der Suche nach einem passenden Lieferdienst siehst du zwei Möglichkeiten zur Auswahl:

Möglichkeit 1: Der leckere Italiener um die Ecke, der bekannt ist für seine mediterranen Köstlichkeiten.

Möglichkeit 2: Der Imbiss in deiner Straße, der ebenfalls Pizza anbietet, zusätzlich aber noch Burger, Gebratene Nudeln, Sushi und Indisch.

Das Angebot, das du suchst (Pizza) haben sie beide. Die Wahrscheinlichkeit, dass du den Imbiss aussuchst, ist trotzdem relativ gering. Schließlich neigen die meisten von uns dazu, nach dem Experten zu suchen und diesen auszuwählen. Auch wenn du nicht in der Gastronomie tätig bist, wird sich das Beispiel ganz einfach auf dein Business-Modell anwenden lassen.

3. Mach deinen Wunschkunden zu deinem besten Freund

Ähnlich wie bei der Positionierung verhält es sich auch bei deinem Wunschkunden. Vorsicht: Viele Unternehmer verwechseln die klassische Zielgruppen-Definition noch immer mit ihrem Wunschkunden-Profil.

Eine Zielgruppe legt den Fokus auf abstrakte Merkmalbündel, wie beispielsweise Demografie und Sozioökonomie. Das Wunschkunden-Profil wird auch „Buyer Persona“ genannt und beinhaltet neben Demografie und Sozioökonomie auch weitere Charakteristika deines idealen Kunden. Eine Buyer Persona beschreibt deshalb immer genau eine Person. Eine Zielgruppe ist größer und abstrakter gehalten und enthält deshalb mehrere Buyer Personas.

Auch hier tritt häufig das Problem auf, dass Unternehmer sich nicht auf ein paar wenige ideale Kunden beschränken, sondern am liebsten so viele Kunden wie möglich abholen möchten. Indem sie aber versuchen, alle ein bisschen anzusprechen, sprechen sie niemanden richtig an. Auch hier können wir wieder das Beispiel des italienischen Restaurants und der Imbissbude herholen. Das italienische Restaurant ist klar positioniert und spricht seine Wunschkunden an, die eine Vorliebe für italienisches Essen haben – eine spitze Nische. Die Imbissbude spricht sowohl die Fans von italienischem Essen als auch von Burgern, asiatischem oder indischen Essen an. Der Kunde ist verwirrt und entscheidet sich in vielen Fällen eher für das Angebot, das zu 100% und nicht nur zu 25% seinem aktuellen Bedürfnis entspricht.


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4. Recherchiere und analysiere deine Wettbewerber

Der Wettbewerb wird von vielen Gründerinnen als negativ oder gar als „Störenfried“ wahrgenommen. Dabei lassen sich aus einer ausführlichen Wettbewerbsanalyse so viele Erkenntnisse für das eigene Unternehmen ziehen. Wenn du auf den Markt kommst und bereits ein Wettbewerb da ist, darfst du dich darüber freuen, denn das bedeutet, dass es für dein Angebot bereits einen Markt gibt. Bei deinem Wettbewerb sammeln sich alle Menschen, die sich bereits für das Thema interessieren. Nun musst du dich nur noch darum kümmern, deinen USP herauszustellen und die interessierte Community darauf hinzuweisen, dass es einen neuen Fisch im Teich gibt 😉

Während du deinen Wettbewerb analysierst darfst du natürlich auch einmal genauer hinschauen: Was macht dein Wettbewerb richtig gut und was davon kannst du für dich anpassen? Was macht dein Wettbewerb weniger gut und was kannst du bei deinem Angebot verbessern? Natürlich sollst du deinen Wettbewerb nicht kopieren, denn das kann sogar rechtliche Folgen nach sich ziehen. Du darfst dich aber sehr wohl inspirieren lassen und deine eigene Version der Angebote erarbeiten, die bereits auf dem Markt sind.

In den seltensten Fällen wirst du die erste in deiner Nische sein. Zerbrich dir darüber nicht den Kopf und bereue nicht, dass du nicht schneller warst. Mach dir die Erfahrungswerte deiner Nische stattdessen zu Nutze und starte mit deinem neuen Unternehmen durch!

5. Sei dir bewusst darüber, dass du nie „fertig“ sein wirst

Wenn du alles oben Genannte ausgearbeitet und auf die Dinge geachtet hast, die dir möglicherweise ein Gründungscoach mitgegeben hat, müsste es das doch gewesen sein, richtig? Falsch! Sei dir ganz klar darüber bewusst, dass du niemals „fertig“ sein wirst. Du wirst neue Angebote mit aufnehmen, du wirst deine Positionierung anpassen, du wirst neue Kanäle erschließen, du wirst neue Wunschkunden erschließen – es wird sich in deiner Zeit als Unternehmerin vieles ändern. Freu dich auf diese Veränderungen und nimm sie mit Handkuss an. Veränderungen bedeuten Wachstum, auch wenn eine Sache einmal nicht so läuft, wie du es dir vorgestellt hast.

Es ist dein Unternehmen. Du entscheidest, wohin es sich entwickelt. Also:

Be the boss and bloom!

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